Do

28

Jun

2012

Bei der Fußball EM draußen, im Freestyle ganz vorne...

(c) OKC/Judith Prechtl
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Vier von fünf Wettkampfklassen sind nach den Vorläufen bei der Kanu-Freestyle-Europameisterschaft in Lienz (Österreich) in britischer Hand. Bei den K1-Damen konnte Titelverteidigerin Marlène Devillez (FRA) ihre Herausforderin Claire O’Harra (GBR) auf Rang 2 verweisen – vorerst. Team Deutschland ist inallen Klassen weiterhin vertreten.

Strahlender Sonnenschein und ein konstant guter Wasserstand begrüßten am heutigen erstenWettkampftag die Teilnehmer der Kanu-Freestyle-Europameisterschaft in Lienz. 145 Athleten aus15 Nationen sind am Start um bis zum Samstag „Europas Beste“ zu küren. Um allen Teilnehmernfaire Bedingungen zu gewähren sorgt die Tiroler Wasserkraft AG (TIWAG) die ganze Woche überfür den idealen Pegelstand der Drau.

(c) OKC/Judith Prechtl
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Den Auftakt der EM-Vorläufe übernahmen am Mittwoch die „Einarmigen in ihren Badewannen“:Die Teilnehmer der Klasse OC1 sind mit Stechpaddel und offenen Kanus unterwegs, wasbedeutet, dass der Innenraum der Boote nach und nach vom Spritzwasser der Walze geflutetwird. Mindestens 40 Liter passen laut Reglement in ein „Open Canoe“, dadurch haben es dieAthleten deutlich schwerer ihre Moves sauber auszuführen. Die beste Leistung auf der Drauzeigte am Mittwoch der Brite Paul King. Er führt mit 30 Punkten vor seinem Landsmann JoshWedgwood und dem Spanier Aitor Goikoetyea. Punktgleich auf Rang vier liegen die beidenDeutschen Toby Hüther und Philipp Hitzigrath sowie der Pole Tomasz Czaplicki. Damit sind amSamstag sechs Athleten im Finale zu sehen.

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Bei den K1-Damen verspricht der erste Wettkampftag ein spannendes Duell: Claire O’Hara(GBR) legte in zwei dynamischen Läufe zahlreiche sauber ausgeführte Top-Score-Moves vor undverbuchte 470 Punkte in zwei Läufen. Die amtierende Doppelweltmeisterin machte damitunmissverständlich klar, dass sie nicht umsonst als Favoritin gilt. Dennoch steht an der Spitzedes Damenrankings eine andere: Titelverteidigerin Marlène Devillez (FRAU) beanspruchtebereits vor zwei Jahren den Luftraum über der Drauwalze und auch heute setzte sie bei ihrenLoops, McNasties und Space Godzillas voll auf den Arial-Bonus für besonders hoch ausgeführteMoves. Auf Rang drei liegt derzeit Nina Csonkova (SVK) mit punktgleich mit der Schwedin MariaLindgren.

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Mit einer hervorragenden Leistung überraschte heute die junge Deutsche Andrea Kaspers. Inzwei soliden Läufen konnte sie jeweils einen Loop punkten und platzierte sich so auf dem 6.Zwischenrang. Ihre Teamkollegin Anne Hübner belegte Rang 9, Sandra Sebelin aus Passauerreichte Rang 14. Österreichs Paula Gruber darf beide EM-Ziele als erreicht betrachten: Diejunge Grazerin belegt Rang 16 unter insgesamt 25 Teilnehmerinnen. Am Freitag fahren die zehnbestplatzierten Damen der Vorläufe ihr Halbfinale aus: Weiters qualifiziert sind: Kari Olnes(NOR), Eva Filová (SVK), Alexandra Cisarová (SVK) und Tora Heggem (NOR).

„Very British“ sieht nach den Vorläufen das Favoritenfeld bei den K1-Junioren aus. Allen voranerreichte der WM-Dritte Bren Orton (GBR) von Plattling den sagenhaften High-Score von 1.115Punkten. Alleine in seinem ersten Lauf legte der Überflieger über 700 Punkte vor – ein wahresFeuerwerk an High-Score-Moves. Ortons Teamkollegen James Benns, Brandon Hepburn undSam Stephenson belegen die Plätze zwei bis vier. Auf Rang fünf liegt Yannick Münchow ausDeutschland, der der die britische Übermacht im Halbfinale der besten zehn am Freitag sicherlichangreifen wird.

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Ebenfalls weiter im Rennen ist Deutschlands Michel Hasselwander auf Rang 8. In zwei solidenLäufen sammelte das Nachwuchstalent vom WSC Dormagen für das Halbfinale. Nils Sommeraus Heidelberg trennen davon nur 30 Punkte. Der 16-Jährige darf sich dennoch über den guten11 Gesamtrang freuen. Insgesamt waren bei den unter 18-Jährigen 26 Teilnehmer am Start. ImHalbfinale am Freitag sind zudem Ander de Miguel (ESP), Sindre Slalien (NOR), Iker Carreto(ESP) und Lane De Meulenaere (BEL) zu sehen.

Alles offen ist nach den Vorläufen in der Klasse Canadier Einer (C1): Adam Ramadan (GBR)liegt mit 500 Punkten in Führung, 20 Punkte vor dem Tschechen Lukas Cervinka. Auf Rang 3liegt derzeit Aitor Goikoetxea (ESP) vor Nicolas Fayol aus Frankreich. Deutschlands Vize-Weltmeister Philipp Hitzigrath liegt nach den Vorläufen auf Rang 5 vor seinem TeamkollegenJonas Unterberg. Weiters für das Halbfinale qualifiziert sind: John O’Rourke (IRL), BartoszCzauderna (POL), Jan Choutka (CZE) sowie die punktgleichen Sören Kohnert (GER) und JackGunter (GBR).

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Präzision, Tiefgang und ein Hauch von Anmut waren beim der letzten Vorrunde des Tagesgefragt. Im Squirt der Männer zwirbelten die Teilnehmer ihre Boote durch ein ca. 80 Meterlanges Teilstück der Drau. Angetreten wurde im klassischen Freestyleboot oder in densuperflachen Spezialkajaks – jede Bootsart birgt Vor- und Nachteile: Während die Squirtbootebesser für die wichtigen Tauchgänge sind, so genannte Mystery-Moves, sind die kurzenFreestyleboote im relativ seichten Flussbett der Drau besser zu drehen.

 

An die Spitze setzte sich heute ein klassischer Squirter, der – wie die meisten Führenden desheutigen Tages – aus Großbritannien kommt: Ben Aldred gelang trotz der erschwertenBedingungen ein exzellenter Tauchgang, was die in einer präzisen Kür gesammelten Punkte auf814 Zähler multiplizierte. Auf Platz 2 liegt derzeit der Pole Tomasz Czaplicki der solideFlachwasser-Moves mit klassichen Squirt-Elementen kombinierte und in der Walze wichtigePunkte machte. Sein Landsmann Bartosz Czauderna belegt derzeit Rang 3. Ebenfalls gut imRennen liegt Deutschlands Altmeister Helmut Wolff auf Rang 4. vor Michal Wrzal (POL). ImHalbfinale treten zudem Bostjan Gomboc (SLO), Adrian Durrant (IRL), Jochen Eickhoff (GER)und die beiden Briten Tom Goddard und Paul King an. Am Freitag nicht mit dabei ist Jörn Hüschaus Deutschland.

(c) OKC/Judith Prechtl
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Morgen Donnerstag geht es in Lienz zunächst mit den K1-Juniorinnen weiter. Ab 10 Uhr zeigendie Mädels auf der Drau ihr Können. Ab ca. 10:45 folgt schließlich die Königsklasse: Die K1-Herren betreten den Ring. Dann wird sich zeigen ob die Favoriten James Bebbington (GBR) undPeter Csonka (SVK) ihrem Ruf gerecht werden und mit wem in den kommenden Tagen sonstnoch zu rechnen ist.

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